Herr Matthias Wuth aus Treffurt ist ein Sammler historischer Bilder und Ansichtskarten. Dieser Tage nahm er Kontakt mit mir auf. So können wir heute einige Fotos aus der jüngeren Geschichte von Probsteizella bei Frankenroda vorstellen.
Die erste urkundliche Erwähnung der Probstei als klösterliche Niederlassung erfolgte bereits im Jahre 1104. Später, nach der Reformation zu einem landesherrlichen Kammergut (Wirtschaftshof) umgewandelt, war die kleine Siedlung eng mit Bischofroda verbunden und blieb politisch dorthin eingemeindet, bis es im Jahre 1922 mit der Errichtung des Landes Thüringen dem ehemaligen benachbarten gothaischen Gerichtsdorf Frankenroda zugeordnet wurde.
Nach dem 2. Weltkrieg sorgte die Bodenreform für die Zerschlagung des Gutes. Die Gebäude in der „Zella“, wie die Einheimischen sagen, wurden in den 1960er Jahren in ein Ferienobjekt des VEB Laborchemie Apolda überführt. Das Betriebsferienlager, das direkt am Rande des Grenzgebietes lag, wurde für viele Generationen von Stadtkindern zu einem Erlebnis in der Natur.
1996 fanden die stark sanierungsbedürftigen Gebäude einen privaten Käufer. Bis heute wird in der Probsteizella ein Landgasthof und ein Campingplatz betrieben. Dem voraus ging eine sehr umfangreiche und gelungene Sanierung. Auch der Pferdesport wird heute in Probsteizella ganz groß geschrieben, wozu die eigene Reithalle beiträgt.
Die Bilder von Herrn Wuth erinnern an die Zeit des Ferienlagers. Sicher wird der Betrachter noch viel Vergangenes wiedererkennen.
Vielen Dank an Herrn Wuth.
– Ortschronist Mihla –

