Die Wüstung Wesse ist eine im 14. oder 15. Jahrhundert aufgegebene Siedlung (Wüstung) in der Gemarkung von Mihla, einem Ortsteil der Stadt Amt Creuzburg im Wartburgkreis in Thüringen.
Hier sind die wichtigsten Fakten zur Wüstung Wesse:
- Lage: Die Siedlung Wesse befand sich nur wenige hundert Meter vom Ortsrand von Mihla entfernt, am Eingang des „Sandholzes“, an der Straße, die in Richtung Scherbda führt.
- Geschichte: Wesse wurde in den Wüstungswellen des 14. Jahrhunderts aufgegeben. Es war ein kleines Dorf, das vermutlich über eine eigene Kapelle verfügte.
- Urkundliche Erwähnung: Wesse wird mehrfach urkundlich erwähnt. Noch im Jahr 1505 soll eine Kapelle an diesem Ort als Wallfahrtsort genutzt worden sein.
- Bezug zu Mihla: Die Flurbezeichnung „am Kreuz“ erinnert noch heute an die Lage der ehemaligen Siedlung. Wesse gehörte, wie auch andere umliegende Wüstungen (z. B. Münsterkirchen, Werthausen), zum Einflussbereich des Ortes Mihla.
- Zusammenhang: Wesse ging in der Zeit des großen Wüstungsprozesses (14./15. Jh.) unter, in der viele kleine Siedlungen im Hainichgebiet zugunsten größerer Orte aufgegeben wurden.

