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Vorstandswahlen bei der Jagdgenossenschaft Mihla

Nach Ablauf der Wahlperiode und kurz vor dem Ende des Jagdjahres standen bei der Jagdgenossenschaft Mihla Vorstandswahlen an.

Die dazu notwendige Vollversammlung der Jagdgenossen fand Anfang März im Grauen Schloss statt.

Jagdvorsteher Wolfgang Stötzel verabschiedete nach dem Bericht, dem Kassenbericht und dem Bericht der Jagdpächter sowie dem Votum der Kassenprüfer zur Entlastung des Vorstandes, der einstimmig gefolgt wurde, Hans Duscha. Seit 1997 hatte Hans Duscha als Beisitzer dem Vorstand Platz gemacht. Daher gab es vom Vorsteher dafür Dankesworte und einen Blumenstrauß.


Dank für 25 Jahre Vorstandsarbeit an Hans Duscha (links) durch den Jagdvorsteher Wolfgang Stötzel.

Die geheime Wahl erbrachte durchgehend einstimmige Ergebnisse der anwesenden Jagdgenossen:

Als Vorsteher wiedergewählt wurde Wolfgang Stötzel, neu im Amt als Stellvertreter bestätigt wurde Hans Christian Duscha, Kassenwart wurde wiederum Christian Müller, Schriftführer Rainer Lämmerhirt und als Beisitzer arbeiten Markus Illert sowie Franz Werneburg.

Neu gewählt wurden zudem zwei Kassenprüfer.

In der Diskussion zu den Berichten wurde rasch deutlich, in welch schwieriger Situation sich die Jagdgenossenschaft bewegt. Hauptthema der Wildverbiss und die Schäden durch das Schwarzwild rund um den Hainich.

Hier brachten die anwesenden Vertreter der landwirtschaftlichen Betriebe, Bernd Apfel und Roland Börner, ihre beinahe unerträgliche Situation vor. Enorme Ernteausfälle und schwere Schäden an Wiesen und Äckern lasten auf den Landwirten. Ähnlich betroffen sind die Fortbetriebe, deren Neuanpflanzungen durch den immer stärker werdenden Verbiss vor allem durch Damwild schwer geschädigt werden.


Blick in die Diskussionsrunde.

Heftig und intensiv diskutiert wurde daher über die Ursachen dieser Prozesse. Dabei wurde rasch klar, dass nicht nur die Nähe zum Nationalpark Hainich dafür verantwortlich ist.

Klimawandel, Waldschäden, fehlende Absatzmöglichkeiten für gejagtes Wild, Wetterunbilden, aber auch die Beunruhigung der Jagdgebiete durch unkontrollierte touristische Aktivitäten, Gewohnheiten der Ausübung bei der Jagd, vieles kam zur Diskussion und wurde offen angesprochen, oft auch selbstkritisch. Deutlich wurde aber auch, dass viele Aktivitäten zur Veränderung im Laufen sind, Gesprächsrunden zwischen den Landwirtschaftsbetrieben mit den Dachverbänden, den Hegegemeinschaften, der Nationalparkverwaltung und den Jagdverbänden. Auf dieser Strecke will man gemeinsam weitermachen um vielleicht doch eine Wende in den Belastungen zu erreichen, auf jeden Fall aber soll es das Ziel sein, die Jagdpächter und die Jagdgenossenschaften vor den sich abzeichnenden finanziellen Belastungen zu schützen, um überhaupt für die Zukunft noch eine Jagd in unserer Region zu ermöglichen.

-Amt Creuzburg-

 

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