Problemfall Steinbruch Buchenau

Lange wurde darum gekämpft, von Bürgerinitiativen, den Gemeinden und Umweltverbänden, ehe der Steinbruch Buchenau geschlossen wurde. Die Unterschutzstellung dieses einzigartigen Biotops war dann für alle Beteiligten keine Frage mehr. Hier wurde über Jahrzehnte an der Natur gefrevelt, nun sollte diese die Chance bekommen, sich zu erholen, die Wunden des Steinbruchs durch neues Wachstum und Artenvielfalt bei Pflanzen und Tieren zu schließen.

Dabei sollte und durfte der Mensch nicht stören.

Das ist das Problem, auch und gerade heute, beinahe zehn Jahre, nachdem das gesamte Gebiet „klosterholz und Nordmannsteine“ einschließlich des Steinbruchs als Naturschutzgebiet ausgewiesen und Markiert wurde.


Aus der „Blauen Lagune“ ist inzwischen eine grüne geworden. Die Natur ist auf gutem Wege, die Wunden, die der Mensch ihr zugefügt hat, zu heilen. Dabei ist der Mensch im Steinbruch mit seinen Aktivitäten aber der Störfaktor!


Die Expertengruppe berät vor Ort über die weitere Vorgehensweise zum besseren Schutz des Gebietes.

Der Mensch stört, Badelustige sind zu Hauf dort anzutreffen, insbesondere an den Wochenenden, mitunter ohne zu wissen, dass sie gleich zwei zumindest Ordnungswidrigkeiten begehen: Unerlaubtes Betreten eines Naturschutzgebietes und Hausfriedensbruch, denn das Steinbruchgelände ist Privateigentum.

Dafür, so die Polizeiinspektion, seien bereits Dutzende Verweise und Strafzahlungen ausgestellt worden, man werde weiter kontrollieren.

Ein Wunder, so manche der Teilnehmer an der Besprechung vor Ort, dass dort noch niemand ernsthaft zu Schaden gekommen ist. Wenn dies passiert, wer übernimmt dann die Verantwortung, so eine der diskutierten Fragen.

Auf Drängen von Lutz Kromke, Anwohner und Stadtrat im Amt Creuzburg, hatte der Naturschutzbeirat des Wartburgkreises zu dieser Besprechung eingeladen.

Alle Verantwortlichen von unteren und oberen Naturschutzbehörden, Verbänden, Polizei, Ordnungsbehörden, Naturpark und der Stadt waren der Einladung gefolgt.

Zunächst konnte festgestellt werden, dass die Natur bereits gute Arbeit geleistet habe. Die „Blaue Lagune“ zeigte sich kräftig grün, gut bewachsen und wie zu hören war, inzwischen nicht nur Brutgebiet für den Uhu, sondern auch für viele andere Vogelarten.

Wie weiter? Wie kann den Menschen klargemacht werden, dass dieses Stück Natur weiter geschützt und daher nicht betreten werden darf. Der Mensch stört dort in jeder Beziehung.

Als Sofortlösung wurde vereinbart, die Beschilderung zur Kennzeichnung des Naturschutzgebietes, die immer wieder abgerissen wird, wieder zu erneuern und auch Infotafeln aufzustellen, die auf die Hintergründe hinweisen und erklären, weshalb der Mensch im Buchenauer Steinbruch der Störfaktor ist.

Durch die PI wurden weitere Kontrollen zugesagt.

Weitere Schlussfolgerungen aus der aktuellen Situation sind in der Diskussion und werden gemeinsam vorbereitet.

 

-Amt Creuzburg-

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